Futtermittel

 

Kurz gefasst findet Ihr hier noch mal die Futtermittel: Kurzfassung der Futtermittel (bitte klicken)

 

Für die Futterportionsgestaltung sind nicht allein Kenntnisse über den Nährstoffbedarf des Hundes notwendig, sondern auch über die verschiedenen Futtermittel, ihre Nährstoffgehalte und ihre zweckmäßige Zubereitung. Die Futtermittel können tierischer, pflanzlicher oder mineralischer Herkunft sein. Während früher in der Hundeernährung Futtermittel tierischer Herkunft dominierten, gewinnen heute pflanzliche Produkte mehr und mehr an Bedeutung. Als wichtigstes Kriterium zur allgemeinen Einschätzung eines Futtermittels kann das Verhältnis von verdaulichen Rohproteinen zu verdaulicher Energie herangezogen werden. Siehe  gesamt Tabelle am Schluss.

 

 

Futtermittel tierischer Herkunft

zeichnen sich durch einen hohen Protein-, evtl. auch Fettgehalt aus.  Kohlenhydrate kommen nur in geringeren Mengen vor (Glykogen in Leber und Muskulatur, Milchzucker in Milch und Milchprodukten), Rohfaser fehlt. Diese Futtermittel werden im Allgemeinen gut akzeptiert und verdaut. Eine Ausnahme bilden Keratinhaltige Materialien wie Haare, Haut, Federn, stark mineralisierte Knochen sowie Futtermittel mit Enzymhemmstoffen (Eiklar) oder enzymresistenten  Komponenten (Milchzucker in der Milch).

 

Teilweise werden Schlachtabfälle tief gefroren gehandelt; evtl. im Ausgangsmaterial enthaltene Bakterien oder Vieren werden dadurch nicht abgetötet.

Unter den Parasitenzwischenformen haben die Bandwürmerfinnen zweifellos die größte Bedeutung. Die Finnen des geränderten Bandwurms findet sich als hasel– bis walnussgroße Blase vorwiegend am Netz bzw. Dickdarm, evtl. auch an den Vormägen des Rindes. Die Finnen des Hunde-Bandwurms, die sich al kirsch- bis apfelgroße Blasen vor allem in Lunge und Leber von Wiederkäuern und Schweinen vorkommen, sind nur scheibenförmiger Zerlegung dieser Organe sicher feststellbar. Relativ häufig findet sich dieser Bandwurm bei Hütehunden.

Unter den schädlichen Bakterien sind Salmonellen auf rohen Innereien, aber auch in Tier– oder Fischmehl nicht selten, in Eiern dagegen eher die Ausnahme. Ob es nach Aufnahme von befallenen Materialien zu Krankheitserscheinungen kommt, hängt von der Salmonellenart, der Menge der aufgenommenen Bakterien sowie der Widerstandskraft des betreffenden Hundes ab. Andere schädliche Bakterien könnten ebenfalls auf Produkten vorkommen, die nicht unter optimalen Bedingungen gewonnen oder nicht erhitzt wurden.

Unter den Virusarten hat der Erreger der Aujeszykischen Krankheit, der Pseudowut, heute die größte Bedeutung, da sich der Hund bei Aufnahme von kontaminiertem Fleisch oder Schlachtabfällen infizieren kann und diese Krankheit stets tödliche verläuft. Da befallene Rinder akute erkranken und schnell ausgemerzt werden, ist das Infektionsrisiko bei Rinderprodukten relativ gering. Das Virus ist dagegen in Schweinebeständen weit verbreitet und bleibt aber vielfach unerkannt.

Der bisher nicht sicher nachgewiesene Rinderwahnsinn (BSE) kann bei üblicher Kochtemperatur offenbar nicht inaktiviert werden. Über den Übertragungsweg besteht noch Unsicherheit. Das Risiko, infiziertes Fleisch in Deutschland zu kaufen, ist jedoch außerordentlich gering.

Neben den Erregern selbst kommen gelegentlich auch Gifte vor, die sich in verdorbenen Futtermitteln gebildet haben. Gefährlich ist die Anreicherung mit dem Toxin des Bakteriums Clostridium botulinum, das schwere Lähmungen auslösen kann.

 

Wichtig:

Daher Futtermittel aus tierischer Herkunft vor her gut durch zu kochen, da sie mit Parasiten und Infektionserregern, die auf Fleischfresser übertragbar sind kontaminiert sein können. Schweinefleisch immer Kochen. Das Kochwasser kann mitgefüttert werden, z.B. zum Einweichen der Futterflocken). Am besten immer in kleine Stücke schneiden, da der Hund in der Wohnung selten den Platz hat um große Stücke (ohne etwas schmutzig zu machen) zu verspeisen.

 

Fleisch:

(Muskelfleisch) und seine Verarbeitungsprodukte (Mett) enthalten im wesentlichen Protein und Fett. Der Fettanteil kann je nach Herkunft den Eiweißanteil übersteigen, vor allem bei fettem Schweine-, Rind- und Hammelfleisch. Mageres Fleisch liefern Pferd, Geflügel und Kaninchen.

Reine Fleischfütterung ist für Hunde keineswegs geeignet, da neben wichtigen Mineralien und Vitaminen auch strukturierte, schwerverdauliche Komponenten fehlen, die für eine ausreichende Darmbewegung sorgen. Einseitige Fleischernährung fördert Ausfallerscheinungen am Skelett bzw. Fehlgärungen im Dickdarm und die Bildung von schmierig, übel riechenden Kot. Schweinefleisch sollte immer gut durchgekocht werden.

 

Wurstwaren

aus dem Lebensmittel bereich sind wegen ihres hohen Fett-, Salz- und Gewürzgehalt nicht geeignet. Jedoch ist bei Fütterung ist darauf zu achten, daß keine Wursthüllen aus Kunststoff und auch die zum Abbinden der Wurstenden verwendeten Metallstücke und Schnüre nicht gegeben werden.

  

Leber und Niere:

Leber in erhöhten Mengen wirkt infolge Fermentation des Glygokens im Dickdarm abführend. Niere und Leber sollt in nicht zu großen Mengen und nicht zu oft verfüttert werden, da es ein Entgiftungsorgan ist.

  

Schlachtabfälle: 

Neben- und Abfallprodukte sind in der Hundefütterung weit verbreitet, vor allem Vormägen der Wiederkäuer und Schweinemägen, aber auch Euter und Lunge. Die Vormägen der Wiederkäuer (Pansen, Haube, Blättermagen) kommen meistens gereinigt (frisch oder getrocknet) in den Handel. Der Inhalt ungereinigter Vormägen (grüner Pansen) wird von den meisten Hunden gerne gefressen. Neben dem intensiven Geruch, der eine Lagerung im Haushalt fast ausschließt, ist zu beachten, daß der Vormageninhalt häufig erhebliche Beimengungen wie Sand, Stein oder Metallstücke aufweist, die insbesondere für unerfahrene junge Hunde risikoreich sind. Schweinemägen vor dem Füttern kochen  

  

Darm: 

Vor dem Füttern zerkleinern und kochen, um die Aufnahme und Verdaulichkeit zu verbessern.

  

Lunge und Geschlinge:

Vor dem verfüttern muß die Luftröhre längs aufgeschnitten werden, da sich einzelne Knorpelringe der Luftröhre leicht über die Zunge schieben können. Kann roh oder gekocht gefüttert werden.

 

Milz:

Roh oder gekocht verfüttern.

 

Euter

Roh oder gekocht füttern.

 

Schweine- oder Rinderohren

sind getrocknet und sollten nur in begrenzten Mengen (10-20% der Tagesportion) verfüttert werden.

  

Blut

wird selten gefüttert, es ist leicht verderblich. Durch Kochen wird es vor Verderblichkeit geschützt. Die Behauptung, das frisches Blut die Schärf des Hundes steigert, ist unwahrscheinlich und bisher nicht erwiesen.

 

Knochen: 

Stark splitternde Knochen wie z.B. von Wild oder Geflügel sollten nicht gefüttert werden, hier besteht Verletzungsgefahr in Maul, Rachen oder auch Magen und Erstickungsgefahr.

Überhöhte Fütterung von Knochen begünstigt Knochenkotbildung mit Verstopfung. Knochen können bei richtiger Auswahl und Dosierung zur Mineralstoffergänzung  der Gesamtration genützt werden. Hierfür sind die Knochen jüngerer Tiere (Kälber, Mastschweine) oder die weniger festen Rippen- und Brustbeinknochen geeignet. Knochen müssen vor dem Füttern abgekocht werden.

Tierärzte sind eigentlich gegen die Fütterung von Knochen, sie können splittern und starke Verstopfungen hervorrufen.

  

Knorpel und Sehnen

Nach übermäßiger Fütterung bindegewebsreicher Materialien können Verdauungsstörungen eintreten (Flatulenz mit übel riechenden dunklem bis schwarzem Kot). Nach überhitzen ist mit einer verringerten Verdaulichkeit zu rechnen.

 

Tiermehl 

Unter den Tiermehlen ist zwischen Einzelprodukten, die aus isolierten Geweben und Organen hergestellt werden (wie Fleisch-, Blut-, Leber-, Federnmehl, Knochenschrot) sowie Gemischen aus den Gesamtabfällen (Tiermehl bzw. Geflügelabfallmehl) zu unterscheiden. Diese Verareitungsprodukte aus Schlachtabfällen kommen nur nach ausreichender Erhitzung in den Handel, doch ein hygienisches Restrisiko der Kontamination vor allem mit Salmonellen bleibt bestehen.

Durch den Wasserentzug  ist der Nährstoffgehalt von Fleisch-, Blut-, Knochen- und  Lebermehl deutlich höher als in den frischen Produkten. Durch den Trocknungsprozess leidet im allgemeinen die Verdaulichkeit. Federn, Haare, Borsten und Hornreste bestehen überwiegend aus schwerverdaulichen Keratin. Aufgrund der geringen Verdaulichkeit und mäßigen Akzeptanz sind sie nur in begrenzten Umfang in die Futterportion zu mischen. Tiermehl ist ein Gemisch aus verschiedene Schlachtabfällen, die nach erhitzen und zerkleinern getrocknet werden.

  

Fisch und Fischprodukte 

Die Akzeptanz frischer Fische ist im allgemeinen gut, die Nährstoffzufuhr ausgeglichen, wenn die Fischeinsgesamt (einschließlich Skelett und Organe) aufgenommen werden. Die im Fisch enthaltenen Gräten sind kein besonderes Risiko, sofern es sich nicht um große und stark mineralisierte, wenig elastische Skelettanteile handelt. Frische Fische sind stets zu kochen, um die z.T. vorkommenden hitzeempfindlichen Vitaminblocker (insbesondere im Süßwasserfisch) und mögliche schädliche Parasitenzwischenformen oder Bakterien zu inaktivieren. Im Handel werden auch Trockenfisch angeboten. Trotz relativ günstiger Futtereigenschaft sollte Fisch und Fischprodukte nur in begrenzten Mengen gefüttert werden, da der Hund sonst schnelle nach „Fisch“ riecht.  

 

Milch und Milchprodukte

Kuhmilch ist ein wertvolles, hochverdauliches Nahrungs- und Futtermittel, kann aber in der Hundefütterung nur begrenzt verwendet werden. Nicht jeder Hund kann den Milchzucker verwerten, da ihm dann das wichtige Enzym Laktase fehlt. Wird dem Hund von klein auf immer wieder Milch oder Milchprodukte gegeben verträgt er es normalerweise schon.

Milch kann zum einweichen von Trockenfutter verwendet werden.  

Gerne werden auch gesäuerte Milchprodukte wie: Dickmilch oder Joghurt gefressen. Es werden auch Quark und Käse (Käse: Vorsicht wegen Salz und Gewürzen) verfüttert. Hüttenkäse und Buttermilch werden ebenfalls gerne gefressen. Hirtenhunde bekommen in Ihrer Heimat meist Ziegemilch, Ziegenjoghurt, Schafsmilch oder auch Schafsjoghurt, dies wird meist lieber gefressen als Kuhmilchprodukte, sind auch reichhaltiger an Vitaminen.

  

Hühnereier

Eier und Eierprodukte werden nur selten in größeren Mengen in der Hundefütterung eingesetzt. Eiklar von Hühnern, aber auch von Enten enthält einen Hemmstoff, der die Verdauung des Eiweißes beeinträchtigt. Nach der Fütterung größerer Mengen von rohem Eiklar stellen sich daher Verdauungsstörungen ein. Der Hemmstoff wird durch Kochen inaktiviert, ähnlich wie ein im Eiklar enthaltenes Protein, das Biotin zu binden vermag und dessen Absorption verhindert. Eier sollten daher – auch im Hinblick auf das Infektionsrisiko mit Salmonellen nur gekocht gefüttert werden. Getrocknete und zerkleinerte (am besten gemahlen) Eierschallen sind zur Mineralstoffergänzung geeignet, da sie etwa aus einem drittel aus Calcium bestehen.

  

Futtermittel pflanzlicher Herkunft 

Futtermittel pflanzlicher Herkunft gewinnen in der Ernährung des Hundes immer größere Bedeutung. Während bisher vor allem stärkereiche Futtermittel als Energielieferant dienten, werden heute in zunehmenden Maße auch proteinreiche pflanzliche Produkte genutzt. Im Vergleich zu Futtermitteln tierischer Herkunft besitzen sei aufgrund mehr oder weniger großer Anteile an schwerverdaulichen Faserstoffen eine geringere Verdaulichkeit und werden meistens weniger gerne gefressen.

Futtermittel pflanzlicher Herkunft sind selten mit Erregern kontaminiert, die dem Hund schaden könnten. Sie müssen in der Regel zerkleinert und gekocht werden, um die Aufnahme zu verbessern und insbesondere die Verdaulichkeit zu erhöhen. Pflanzlich Stärke wird durch Kochen oder feuchter Wärme für Verdauungsenzyme besser angreifbar. Im Haushalt lässt sich dieses Ziel durch Übergießen mit heißem Wasser oder leichtes Erwärmen erreichen, in der Futtermittelindustrie durch Behandlung mit Infrarotstrahlen (Mikronisieren), Walzen unter Zusatz von Heißdampf (Extrudieren) oder Puffen (Anwendung trockener Wärme).

Gemüse wird nach vorheriger Zerkleinerung mit wenig Wasser kurz aufgekocht, damit die Zellwände zerreißen und der Zellinhalt austritt; um die Vitaminverluste gering zu halten, sollte möglichst ein Druckkochtopf verwendet werden. Geringe Mengen an Gemüse können, wenn der Hund daran gewöhnt ist, auch roh anderen Futtermitteln untergemischt werden.

  

Getreidekörner

Weizen, Mais, Hirse, Hafer, Reis sind aufgrund ihres hohen Gehaltes an Stärke vor allem als Energielieferant zu betrachten. Hier werden in erster Linie Mais, Weizen, Reis und Hafer verwendet, seltener Roggen und Hirse. Sie gibt es in verschieden Zubereitungsformen im Handel. Getreideschrot sind zerkleinerte Getreidekörner, die dieselbe Zusammensetzung aufweisen wie das Ausgangsmaterial. Für Getreideflocken werden Mais- und Weizenkörner insgesamt verwertet, so daß der Nährstoffgehalt gegenüber dem Ausgangsmaterial unverändert bleibt. Zur Herstellung von Haferflocken oder Grieß bzw. Graupen aus Gerste müssen Spelzen z.T. auch Frucht- und Samenschalen entfernt werden, weshalb das Produkt gegenüber dem Ausgangsmaterial weniger Rohfasern enthalten. Durch die bei der Flockenherstellung einwirkende Druck und die Wärme der Walzen wird die Verdaulichkeit der Stärke verbessert.

 

Reis

hat vermutlich wegen seiner leichten Handhabung nach dem Kochen (keine Verkleisterung) und seiner guten Akzeptanz in der Hundefütterung weite Verbreitung gefunden. Reis ist ähnlich wie die anderen Getreidearten primär ein energielieferndes Futtermittel mit wenig Eiweiß und Mineralien. Durch das Polieren gehen wertvolle Komponenten wie wasserlösliche Vitamine, Gerüststoffe und Fett verloren. Aus diesem Grund ungeschälten Reis dem Polierten vorziehen. Vollkornreis wird auch gerne gefressen.

 

Getreidemehle

bestehen im wesentlichen aus Mehlkörpern des Getreidekorns und ja nach Ausmahlungsgrad – mehr oder weniger großen Anteil der Frucht- und Samenschale. Die im Vollkorn in den äußeren Schichten gelegenen wasserlöslichen Vitamine, Mineralien, Eiweiß und Gerüststoffe sind in Getreidemehl nur zum Teil vertreten. Durch Abtrennen der Keimanlagen vor der Vermahlung wird auch Vitamin E entfernt. Der Nährstoffgehalt der Getreidemehle ist daher einseitiger als im Getreidekorn.

Brot

besteht aus Getreidemehlen unterschiedlicher Ausmahlungsgraden, die mit Hefe oder Sauerteig und Salz versetzt werden und deren Stärke durch Backen aufgeschlossen wird. Vollkornbrot besitzt einen höheren Anteil an Gerüststoffen, Ascheanteilen und Vitaminen. Der Nährstoffgehalt von Brot ist ähnlich wie bei Getreidemehl oder Nudeln, d. h. es handelt sich um Eiweißarme Produkte. Brot und Nudeln bedürfen in jeder Beziehung einer Ergänzung. Nach Verfütterung von frischem Brot besteht das Risiko das von Fehlgärungen; abgelagertes Brot ist daher vorzuziehen. Getrocknetes hartes Brot ist auch gegen Zahnstein gut. (Vorsicht wegen Salzgehalt, nicht zu oft Füttern).

 

Weizenkeime

stellen eine gute Quelle für Vitamin E und wasserlöslichen Vitaminen dar. Wegen des hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren, der ernährungsphysiologisch günstig zu bewerten ist, sind die jedoch nicht gut lagerfähig (Risiko des Ranzigwerdens).

  

Weizenkleie 

mit einem Gehalt von 10 bis 12% Rohfaser läßt sich wegen ihrer mäßigen Verdaulichkeit (etwas 65%) und Akzeptanz nur in begrenzten Ausmaß in der Hundefütterung einsetzen. Da die unverdaulichen Gerüststoffe der Kleie Wasser binden, den Füllungsdruck im Dickdarm erhöhen und die Peristaltik anregen, kann Kleie zur Regulierung der Darmtätigkeit – besonders im Kombination mit hochverdaulichen Stoffen wie Schlachtabfällen oder Getreidemehlen – mit Erfolg verwendet werden. Der Kleieanteil sollte etwa 5 bis 10% der Futtertrockensubstanz betragen.

   

Mais- oder Weizenkleber 

sind eiweißreiche Produkte (rd. 60 bis 70% Rohprotein) von hoher Verdaulichkeit (rd. 90%), die in Duttermischungen für Hunde in begrenztem Umfang  - 10 bis 20% der Portion – genutzt werden.

  

Erbsen, Bohnen

Die Rohfaser der Hülsenfrüchte zeichnet sich durch einen geringen Ligningehalt aus, so dass ein relativ hoher Anteil im Dickdarm unter Beteiligung der Darmbakterien verdaut werden kann. Allerdings führen sie durch ihren sehr hohen Faser- und Eiweißgehalt zur Überaktivität der Darmbakterien. Dies kann Bauchkrämpfe und eine unangenehme gesteigete Darmwinde ("Flatulenz") bewirken. Nach Fütterung großer Mengen wurden verstärkt Blähungen beobachtet. Erbsen und Bohnen müssen vor dem Verfüttern zur Verbesserung der Verdauung aber auch zur Vernichtung des in Gartenbohnen enthaltene Giftstoffes Phasin, gekocht werden. Daher sollten sie wirklich nur in ganz geringen Mengen gefüttert werden.

 

 

Sojabohnen 

weisen ähnliche Eigenschaften wie Erbsen und Bohnen auf. Von Sojabohnen werden vorrangig die nach der Fettgewinnung verbleibenden Rückstände als Futtermittel verwendet (siehe unten). Heute gelingt es jedoch, durch mikronisieren  und walzen eine gut verdauliche Flocke aus der Gesamtbohne mit hohem Fettgehalt herzustellen. Sojaflocken sind energie- und eiweißreich. Nach einseitiger Fütterung kann es aber vermehrt zu Blähungen kommen.

Neueste Erkenntnisse habe ergeben das Sojabohnen Fermenthemmstoffe enthalten, die die Eiweißverdauung verhindern.

 

Leinsamen 

sind eiweiß- und fettreich. Das Fett weist einen hohen Anteil an ungesättigten Fettssäuren auf, die sich auf den Glanz des Haarkleides auswirken. Leinsamen enthalten jedoch ein blausäurehaltiges Gift, so daß sie vor dem Verfüttern eingeweicht und anschließend 5 Minuten lang aufgekocht werden müssen. Bei ganzen Körnern dient das Kochen auch zur Sprengung der äußeren Schale.

  

Pflanzliche Eiweißextrakte 

Unter den nach Gewinnungen von Ölen und Fetten aus fettreichen Samen und Früchten anfallenden Rückständen haben Sojaprodukte in den letzten Jahren die größte Bedeutung erlangt. Sie sind als Sojaextraktionsschrot oder Sojaproteinisolat im Handel zu erhalten. Die Sojaprodukte kommen nicht nur als Schrote, sondern auch – insbesondere in Fertigprodukten – in texturierter Form in den Handel. Dazu wird das Eiweiß zunächst in eine fadenartige Struktur überführt und dann zu fleischähnlichen Substanzen >>versponnen<< (TOFU). Sojaextraktionsschrot kann in Mengen von 10 bis 15% in Futterrationen eingesetzt werden.  Grenzen ergeben sich aufgrund der Akzeptanz und der Nebenwirkungen im Dickdarm.

Von den übrigen Rückständen der Fettgewinnung kommen allenfalls Erdnuss- und Leinsamenprodukte als Futtermittel in Frage. Erdnussextraktionsschrot aus enthülster Saat weisen einen ähnlichen Rohproteingehalt auf wie Sojaextraktionsschrot – bei weniger Rohfaser. Leinsamenextraktionsschrote wurden in der Hundefütterung bisher selten verwendet. Ihre Verdaulichkeit erreicht etwa 85%. Bemerkenswert sind der hohe Selengehalt sowie die diätetisch günstig wirkenden Schleimstoffe in Leinsamen und Leinsamenextraktionsschroten, aber auch ein hitzeempfindlicher Stoff, der Vitamin B6 zu inaktivieren vermag.

 

Hefen

Futterhefen sind mit etwa 50 bis 60% Rohprotein eiweißreich und können eiweißarme Futtermittel ergänzen. Wegen des bitteren Geschmacks müssen sie, wenn sie in größeren Mengen oder als Zusatzpräparat verwendet werden sollen, entweder zuvor entbittert oder gut mit anderen Futtermitteln vermischt werden, um eine ausreichende Akzeptanz zu erreichen.

 

Wurzeln und Knollen

Kartoffeln liefern aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes vorwiegend Energie. Vor der Verfütterung sind Keime zu entfernen, die Kartoffeln sorgfältig reinigen und in der schale kochen. Wegen des möglicherweise hohen Gehalts an giftigen Solanin muß das Kochwasser verworfen werden. Die Kartoffeln werden am besten mit Schale zerkleinert und mit anderen geeigneten Futtermitteln vermischt. Auf diese Weise bleiben die Verluste von wasserlöslichen Vitaminen gering. Kartoffeln können wegen ihrer guten Akzeptanz bis zu 60% der Trockensubstanz einer Futterration stellen. Sie haben sich u.a. bei Hunden mit viel Bewegung gut bewährt. Rohe Kartoffeln sind fast unverdaulich. Kartoffeln sind für Hunde die keinen Reis vertragen eine gute alternative, vor allem bei Durchfall.

Möhren

enthalten neben pflanzlichen Gerüststoffen und sonstigen Kohlenhydraten einschließlich Zucker aus das Provitamin A (?-Karotin), das vom Hund genutzt werden kann. In Mengen bis zu 20 g/kg Körpergewicht/Tag können Möhren, die einer Verdaulichkeit von 90% erreichen, nach Gewöhnung roh gefüttert werden. Sie begünstigen bei Hunden, die zu übermäßiger Futteraufnahme neigen, eine frühe Sättigung. Wichtig: bei der roh Fütterung am besten fein geraspelt und immer einen Schuss Öl zu geben, damit der Körper das fettlösliche Vitamin A verwerten kann. Ansonsten können sie gekocht und dann am besten püriert oder zerdrückt gegeben werden.

Rote Bete

sind ähnlich zu verwende, jedoch arm an ß-Karotin.

Trockenschnitzel

bezeichnet man das Mark der Zuckerrüben nach Entfernung der Zuckers. Si sind in kleinen Mengen (bis 5%) zur Regulierung der Darmtätigkeit durchaus geeignet.

 

Gemüse, Obst und Nüsse 

Gemüse wie Salat, Grünkohl, Petersilie, Schnittlauch, Spinat oder Tomaten weisen in frischen Zustand einen hohen Wassergehalt und relativ große Mengen an pflanzlichen Gerüststoffen - in der Regel über 10% in der Trockensubstanz - auf. Ihre Verdaulichkeit leibt meistens unter 70%. Die Die Gehalte an verdaulicher Energie ebenso wie an verdaulichen Eiweiß sind entsprechend sind entsprechend gering. Aufgrund ihrer Gerüststoffe und Vitamine können geringe Gemüsemengen faserarmen, einseitigen zusammengesetzten Rationen zugemischt werden (bis zu 5% der Trockensubstanz.) Zur besseren Akzeptanz  und Verdaulichkeit wird das Gemüse bei Einsatz größerer Mengen zuvor  kurz gekocht. 

Luzernergrünmehl

hat sich in Kombination mit Schlachtabfällen oder anderen hochverdaulichen Rationen in Mengen bis zu 5% in der Trockensubstanz zur Regulation der Darmtätigkeit bewährt. Auch in Diäten für fette Hunde läßt sich Luzernergrünmehl, dessen Akzeptanz allerdings nicht sehr hoch ist, verwendet.

Tomatenmark 

Ähnlich günstige diätische Wirkung wie von den zuvor genanten Stoffen wurden auch von geringen Mengen an Tomatenmark berichtet, das rund 4% Pektin enthält.

Mit Zwiebeln und Knoblauch lassen sich entgegen der weit verbreiteten Volksglauben Würmer nicht abtreiben. Übermäßige Zwiebelfütterung begünstigt Blutarmut. Aus diesem Grund und wegen der auftretenden Geruchsbelästigungen sind größere Mengen roher Zwiebeln für Hunde nicht geeignet. Neueste Studien nach können Zwiebeln und Knoblauch sogar giftig wirken  

Äpfel

werden gelegentlich verfüttert. Sie enthalten neben rund 85% Wasser vorwiegend Pektine und Zucker. Bei chronischen Darmerkrankungen werden Apfeldiäten empfohlen. Die hohen Vitamin C Gehalte im Apfel sind für den Hund ohne Bedeutung, da sein Organismus Vitamin C zu synthetisieren vermag. Geraspel sind sie leicht verdaulich.

Getrocknete Pflaumen

heben auch beim Hund eine deutlich abführende Wirkung, so da sie bei festem Kot verwendet werden können (eingeweicht und entkernt).

Bananen

sind aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes als Energiequellen anzusehen. Bei Fütterungen in größeren Mengen müssen sie zuvor gekocht werden, um die Verdaulichkeit zu erhöhen. Vorsicht auch hier haben neue Studien bei einer zu großen Menge eine Vergiftungsgefahr ergeben. Ich empfehle Bio-Bananen, hier ist die Schale nicht gespritzt und somit auch gesünder für den Menschen selbst, denn schon alleine beim Anfassen der Bananen nimmt eine Menge der Schadstoffe des hochgiftigen Spritzmittels auf.   

Nüsse

liefern vorwiegend Energie in Form von Fett. Nach ausreichender Zerkleinerung werden die enthaltenen Fette gut verdaut. Aufgrund des möglichen Blausäuregehaltes sollten Mandeln nur in geringen Mengen verfüttert werden. Gesalzene Nüsse sollte nicht gefüttert werden, und wenn nur in ganz kleinen Mengen. Allerdings sollten dies nur in ganz geringen Mengen gefüttert werden, das Nüsse einen sehr hohen Phosphorgehalt haben und zu Blasensteinen und zu Störungen im Knochenstoffwechsel führen können. Walnüsse sind für den Hund Gift!

Fette und Öle

sind reine Brennstoffe. Sie enthalten außer essentiellen  Fettsäuren keine anderen lebensnotwendigen Nährstoffe und können besonders bei Hunden mit hoher Energiebedarf und hoher Bewegungsleistung eingesetzt werden. Akzeptanz und Verträglichkeit sind im allgemeinen gut. Fette mit einem hohen Anteil an Buttersäuren oder mittellangen Fettsäuren wie Palmkernfett oder Kokosöl sind in größeren Mengen allerdings weniger verträglich, da diese Fettsäuren beim Hund abführend wirken, evtl. auch Erbrechen verursachen.

Fette pflanzlicher Herkunft enthalten in der Regel hohen Anteile an ungesättigter Fettsäuren. Dadurch sind sie jedoch weniger stabil, so daß ein größeres Risiko für Ranzigwerden besteht, mit entsprechenden Konsequenzen für Akzeptanz bzw. Vitamin-E-Bedarf. Soja-, Mais- und Sonnenblumenöl haben sich bewährt. Auch Leinsaat- und Olivenöl scheinen eine gute Verträglichkeit zu besitzen. Im Handle werden speziellen Öle (z.B. Nachtkerzenöl) angeboten, die jedoch nur in besonderen Fällen, nach tierärztlicher Anweisung, geben werden sollten. 

Unter Fetten tierischer Herkunft ist der Anteil an ungesättigten Fettsäuren in Wiederkäuerfetten am geringsten und nimmt über das Schweine- und Geflügelfett bis zum Fischöl zu. Entsprechend steigt die Verdaulichkeit. In tierischen Fetten heimischer Produktion sind die Gehalte an chlorierten Kohlenwasserstoffen gering und kritisch.

 

Schokolade und andere Süßigkeiten

Sie zählen nicht zu den notwendigen Futtermitteln für Hunde. Gleichwohl werden sie gefüttert, weil sie von den meisten Hunden sehr begehrt sind. aus ernährungsphysiologischer Sicht ist die Fütterung von Schokolade und Bonbons an Hunden überflüssig, häufig sogar nachteilig. Es handelt sich um einseitig zusammen gesetzte, reine Energielieferanten, die meistens keine lebenswichtigen Nährstoffe enthalten. Infolge der guten Akzeptanz bestehet stets die Gefahr überhöhter Energieaufnahmen bei gleichzeitig ungenügender Versorgung mit anderen  Nährstoffen. Verfettungen und Mangelkrankheiten sind die Folge, ebenso wie Kariesbildung an den Zähnen. Schokolade enthält mehr oder weniger große Theobrominmengen.

Nach einseitiger, länger andauernder Verfütterung sind infolge der kumulativen Wirkung des Theobromins sogar Vergiftungen beschrieben worden. Also Pfoten weg von Schokolade!!!

Andere Süßigkeiten wie Marzipan, Kekse etc. haben ähnliche Nachteile. Bei Salzgebäck ist der hohe Nachteil an Salz zu berücksichtigen, der insbesondere Hunden mit Hererkrankungen schaden.

 

Mineralstoffe- und vitaminhaltige Einzelfuttermittel und sonstige Produkte

Unter den Einzelmineralien zur Ergänzung verschiedener mineralstoffarmer Futtermittel sind kohlensaurer Futterkalk und Viehsalz von Bedeutung. Während die Aufnahme von zusätzlichen angeboten Salz keine Schwierigkeiten macht, muß der kohlensaure Futterkalk mit anderen Komponenten gut vermischt werden, um aufgenommen zu werden. Auch zerkleinerte Eierschalen sind für die Kalzium Ergänzung  der Portion geeignet, ebenso wie Kalzium-Lacktat und Kalzium-Zitrat. Der Hund verwertet das Kalzium aus diesen Verbindungen kaum besser als aus kohlensauerem Futterkalk. Knochenfuttermehl (aus entfetteten und entleimten Knochen) oder Futterknochenschrot (aus entfetteten Knochen mit noch etwa 15% Rohprotein) liegen Kalzium, Phosphor sowie geringe Mengen an Magnesium , Natrium und Zink. Aufgrund ihres spezifischen Geruchs haben sie eine gute Akzeptanz. Als mineralstoffreiches Naturprodukt ist Seealgenmehl bleibt. Es zeichnet sich durch einen hohen Jodgehalt aus. Überdosierungen sind zu vermeiden, da Jod im Überschuss schädlich wirken kann.

Für Versorgung der Hundes mit den Vitaminen A und D erden Lebertran oder Lebertranemulsionen kaum noch genutzt. Als natürliche sind Leber, für Vitamin E Weizenkeimlinge zu nennen. Als Lieferant für B-Vitamin kommt entbitterte Bierhefe in Betracht. Hinweise zu Vitaminpräparaten können sie beim Ihrem Tierarzt bekommen. Bierhefe ist gut bei Fellwechsel, erwerben Sie die Bierhefe nur im Drogeriemarkt oder im Reformhaus, diese ist in Lebensmittelqualität, 1 Teelöffel täglich übers Futter, sie ist auch sehr schmackhaft.

 Auch dies sollte noch erwähnt werden: 

Die US-Gesundheitsbehörde registrierte eine erhöhte Krebsgefahr und die Zunahme von Herzproblemen durch ranziges Fett. Hunde erkranken immer häufiger an Krebs und Allergien. Verursacher sind unter anderem Futterbeigaben wie Sojabohnen, Weizen, Mais. Weißem Reis fehlen drei Viertel seiner ursprünglichen Nährstoffe, Braureis ist ein Abfall davon. Tierische Fette müssen für Hundefutter dehydriert werden - sie werden dabei ranzig. Sonnenblumenöl hat das ungünstigste Verhältnis an ungesättigten Omega-Fettsäuren, wobei Tumore entstehen und deren Wachstum gefördert werden: keine Omega-3-Fettsäuren, dafür 233 Teile Omega-6-Fettsäuren. Als tierische Nebenerzeugnisse gelten Schnäbel, Füße, Federn, Hufe, Fell, Darm und Mägen samt Inhalt. Tierische Fette bedeutet noch lange nicht Rinder oder Hühnerfett, die können auch von ausgekochte überfahrene Tiere sein z.B. Hunde Katzen Hasen usw.. Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind z.B. Mais, Weizen sowie er auf dem Fels steht, das heißt nicht nur der Kolben oder die Ähren sind geschrotet, sondern alles die ganze Stange bzw. der Halm, Gemüseabfälle was meist von den Bauern nicht verkauft werden kann. Auch ist mir aus erster Hand bekannt, was z.B. mit einem Schwein das im Stall tot gefunden wurde passiert, es wird zu Hunde oder Katzenfutter verarbeitet.  

Auch Deutscheskopffleisch vom Rind ist seit der BSE-Krise nicht mehr zu erhalten, der Rinder Kopf darf nicht mehr aus den Schlachthöfen heraus, was dort mit den Köpfen geschieht lässt sich nur erahnen (ob es nicht vielleicht doch noch ins Hundefutter kommt, darüber möchte man wohl besser nicht nachdenken).  Kopffleisch das man z.B. in Zoofachgeschäften tiefgefroren oder getrocknet bekommt ist aus dem Ausland! 

Energie- und Nährstoffgehalte in Futtermitteln für Hunde

In 100 g Frischsubstanz sind enthalten 

 

 

Trocken- substanz

Rohfett

Stickstoff freie Extraktstoffe

Rohfaser

verdauliches Rohprotein

verdauliche Energie

Calcium

Phosphor

Natrium 

 

(g)

(g)

(g)

(g)

(g)

(MJ)

(mg)

(mg)

(mg)

 

A. Einzelfuttermittel tierischer Herkunft

 

1.Fleisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kalbfleisch Keule

32

10

0,9

 

19

086

=10

=150

-70

 

Rindfleisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

reines Muskel  fleisch, ohne Fett

27

4

1,0

 

20

0,53

=10

=150

=70

Spannrippe

42

22

1,0

 

17

1,27

=10

=150

=70

Kopffleisch 

45

26

1,0

 

16

1,40

=10

=150

=70

 

Schweinefleisch 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kotelett

48

31

0,8

 

14

1,54

=10

=150

=70

Eisbein

30

16

0,8

 

11

0,90

=10

=150

=70

Bauch

56

42

0,8

 

11

1,89

=10

=150

=70

 

Hammelfleisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brust

51

37

0,8

 

11

1,70

=10

=150

=70

 

Pferdefleisch fettarm

 

26

 

4,5

 

1,5

 

 

 

18

 

0,63

 

=10

 

=150

 

=70

 

Hühner-/Puten- fleisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brust

26

0,9

1,0

 

22

0,58

=10

=150

=70

Keule

26

3,0

1,0

 

20

0,60

=10

=150

=70

Klare Brühe

2,3

0,5

0,2

 

0,4

0,03

=1

=4

=500

 

2.Frische Innereien und Schlachtabfälle 

 

Leber: Rind u. Schwein

28

5,0

3,0

 

19

0,67

7

360

80

Niere: Rind u. Schwein

24

6,1

1,0

 

15

0,62

9

240

190

Pansen: Rind geputzt

20

7,0

0,5

 

11

0,55

20

40

20

Pansen Rind ungeputzt

28

5,0

0,6

1,1

19

0,67

120

130

50

Blättermagen Rind

21

5,0

0,5

-

14

0,54

90

80

80

Labmagen: Rind

22

9,0

0,6

-

11

0,63

90

80

80

Magen: Schwein

31

14

0,7

0,7

14

0,90

20

115

90

Rinderenden, Rektum u. Haut

20

4,0

0,5

-

14

0,51

120

130

80

Darm, Schwein (Schw.krausen)

29

15

0,5

-

12

0,88

120

130

80

Fettenden, Schwein

35

23

0,5

-

10

1,14

120

130

80

Lunge, Rind

19

2,7

0,4

 

14

0,42

6

180

140

Lunge u. Schlund, roh, Rind

30

10

1,3

 

17

0,82

6

180

140

Lunge: Schwein

26

7,0

1,0

 

16

0,67

6

180

140

Herz: Schwein

25

6,0

1,5

 

16

0,59

6

215

95

Herz: Rind

24

6,0

1,5

 

16

0,59

6

215

95

Milz: Schwein

23

5,0

0,4

 

15

0,62

13

260

95

Milz: Rind

25

2,4

1,7

 

18

0,56

13

280

95

Euter: Rind

24

8,5

0,8

 

12

0,64

115

160

155

 

Knochen+Mark u. Fett: Rind

79               

21                 

1,0

 

8-11

0,90

13800

6200

360

Schwarten: Schwein

57

24

0,5

 

29

1,51

 

 

 

Rückenspeck: Schwein

93

91

 

 

1,5

3,47

2

13

21

 

3.Verarbeitungsprodukte von Schlachtabfällen 

 

Fleischknochen- mehl >30% Asche

93

9,0

3,0

 

4,1

1,34

15200

7300

940

Tierkörpermehl bzw. Tiermehl

90

6,0

4,0

0,4

50

1,48

5700

3750

520

Futterknochen- schrot, nicht entleimt 

90

0,2

4,1

0,7

11

0,32

18000

8700

680

Grieben

55

22

0,1

 

29

1,54

270

450

660

 

4. Wurstwaren

 

Leberwurst        

56                 

41

0,9              

                

12

1,85

40

155

800

Fleischwurst

44

30

1,0

 

11

1,70

14

128

829

Frühstücksspeck durchwachsen

80

65

1,0

 

8,6

2,70

15

110

1850

 

5. Fische und Fischmehl

 

Hering                 

37

19

-

 

16

1,13

40

150

70

Schellfisch

25

0,1

-

 

17

0,42

10

170

65

 

6. Milch und Milchprodukte

 

Vollmilch             

13

4,1

4,9

 

3,3

0,31

115

95

40

Magermilch

9

0,1

4,8

 

3,2

0,16

115

95

30

Trockemager- milch, sprühge- trocknet

96

0,6

52

 

33

1,60

1300

1000

510

Kondensmilch 7,5% Fett

25

7,5

9,7

 

5,9

0,58

230

215

100

Quark, mager

21

0,5

2,7

 

15

0,43

70

190

35

Hüttenkäse, 20% Fett i.d.TS

22

4,5

2,5

 

13

0,51

95

150

230

Emmentaler Käse 40% Fett i. d. TS

65

30

3,5

 

23

1,75

1100

810

580

 

7. Ei und Eiprodukte

 

Vollei (roh, ohne Schale)                

26

11

0,7

 

5-8

0,59

60

200

120

Vollei, gekocht

27

12

0,9

 

11

0,75

50

240

110

Eiweiß, roh

13

0,2

1,0

 

7

0,17

11

21

170

 

B. Einzelfuttermittel pflanzlicher Herkunft

 

1. Getreidekörner (inkl. Schrote, Mehle, Flocken) 

 

Weizen, zerkleinert, aufgeschlossen     

88                     

1,7

70

2,5

9,6

1,56

60

330

25

Mais, zerkleinert, aufgeschlossen 

87

4,1

70

2,4

7,5

1,57

35

280

25

Hafer, zerkleinert, aufgeschlossen

89

4,7

60

10

9,0

1,58

110

310

35

Reis, ungeschält

89

2,2

64

8,7

7,0

1,30

45

325

10

Reis, poliert

89

0,3

81

0,1

6,0

1,43

6

120

6

Reis, gekocht

28

0,1

25

0,03

2,0

0,5

19

38

2

Weizenmehl, Typ 405

87

1,0

74

0,2

9,9

1,56

20

80

2

Hafermehl

89

1,9

72

2,8

9,0

1,63

55

405

65

Weizenflocken aufgeschlossen

98

1,6

81

1,6

8,5

1,66

40

310

-

Maisflocken, aufgeschlossen

98

3,0

82

2,3

7,7

1,70

15

60

-

Haferflocken

91

7,6

66

3,0

11

1,69

80

390

5

 

2. Brot und Teigwaren 

 

Roggenbrot          

60

1,0

51

1,2

2,9

0,78

29

140

550

Roggenvollkorn- brot

57

1,2

46

2,5

4,4

0,78

43

220

525

Weizenbrot (Weißbrot) 

61

1,2

50

1,2

5,5

0,83

60

90

385

Spaghetti, gekocht

16

0,6

13

-

2,0

0,29

7

35

5

 

3. Nebenprodukte der Getreideverarbeitung 

 

Weizenkeime, aufgeschlossen      

87

7,1

47

3,3

19

1,34

90

900

10

Weizenkleie           

86

3,9

52

11

11

1,08

160

1100

50

Weizenkleber, getrocknet

91

0,7

11

-

67

1,86

80

225

-

Maiskleber, getrocknet

93

5,0

18

1,5

58

1,87

-

-

-

Biertreber, getrocknet

91

7,8

40

16

20

1,54

400

650

50

 

4. Leguminosen und andere Samen 

 

Erbsen,            gekocht*

86

1,3

54

5,8

19

1,19

90

480

25

Gartenbohnen, gekocht*       

89

1,5

58

4,0

18

1,22

180

430

2

Linsen, gekocht*

88

0,6

58

3,9

20

1,23

70

340

4

Leinsamen              

89

32

23

7,7

18

2,01

250

480

80

 

5. Nebenprodukte der Öl- und Fettherstellung

 

Sojabohnenextrakt- schrot, entschält

89

0,8

29

2,9

43

1,50

285

680

30

Sojabohnenextrakt- schrot nicht entschält

88

0,9

30

5,9

36

1,38

270

620

20

Sojabohnenfeinmehl

96

23

26

1,0

34

2,09

-

-

-

Sojaproteinsolat

94

2,3

1,3

-

70

2,10

125

590

110

Leinextraktions- schrot

89

1,6

37

9,5

28

1,27

410

870

100

 

6. Hefen

 

Bäckerhefe, frisch            

29                

1,2

9,0

0,3

14

0,46

30

610

30

Bäckerhefe, getrocknet 

91

5,5

28

1,0

40

1,54

300

1300

50

 

7. Wurzeln und Knollen 

 

Kartoffeln, gedämpft                

22

0,1

18

0,6

1,7

0,33

10

60

1

Kartoffeln, gekocht

22

0,1

15,4

2,5

2,0

0,33

10

60

1

Kartoffeln, Püree (Instant) 

92

5,4

67

2,0

10,8

1,80

120

310

1230

Möhren

13

0,2

8,5

1,2

0,7

0,09

50

35

50

Rote Beete

11

0,3

6,9

0,9

0,9

0,10

30

45

60

Zuckerrüben- schnitzel, getrocknet

93

0,5

77

5,9

2,5

1,21

880

100

220

Karottenwürfel

88

2,1

59,7

10,1

7,3

1,35

455

325

175

 

8. Gemüse u.a. 

 

Grünkohl, gekocht                 

16

0,8

7,0

2,0

2,5

0,21

130

45

40

Spinat

8

0,5

6,5

1,4

1,4

0,12

120

60

15

Luzernegrünmehl, künstl. getrocknet

94

2,5

41

19

11

0,71

1800

290

175

Salat

8,5

0,3

3,8

1,0

1,0

0,07

30

20

10

Tomaten

6

0,2

3,8

0,5

0,7

0,06

50

20

15

 

9. Obst

 

Apfel, gebacken     

16                

0,2                

14

0,8

0,2

0,18

9

10

2

Birnen, getrocknet

18

0,3

15

1,7

0,3

0,21

15

20

2

Bananen 

25

0,4

20

0,5

1,6

0,25

7

30

1

Bananen, gebacken

 

 

 

 

1,8

0,34

 

 

 

 

10. Fette und Öle

 

Margarine              

90               

81

 

 

 

2,99

13

15

100

Butter

84

83

0,4

 

 

3,09

16

20

4

Schweineschmalz

100

100

 

 

 

3,81

-

-

-

Rindertalg

98

97

 

 

 

3,64

 

7

11

Fischöl

99

99

 

 

 

3,81

-

-

-

Pflanzenöle

100

100

 

 

 

3,80

15

 

 

 

11. Zucker und Stärke

 

Rohrzucker (Saccarose)           

100

 

100

 

 

1,74

 

 

 

Getreidestärke

89

0,1

87

0,2

 

1,53

25

60

20

Kartoffelstärke, aufgeschlossen

84

0,4

83

0,1

 

1,47

20

50

20

 

12. Sonstiges ( was eigentlich nicht gefüttert werden sollte)

 

Schokolade ("Gift")

99                 

33

55

 

8,2

2,34

220

240

90

Bonbons

97

1

94

 

0,9

1,66

-

-

-

Marzipan

91

25

57

 

6,8

1,95

43

220

5

Zeichenerklärung: 

-: es liegen keine Unterlagen vor.

leere Spalten: der betreffende Stoff ist abwesend bzw. mit den üblichen analytischen Methoden nicht erfassbar

*: die Gehalte beziehen sich auf den Trockensubstanz-Gehalt des Ausgangsmaterials.

Die Gehalte an Mineralstoffen und Vitaminen können entsprechend Herkunft, Behandlung und Lagerung erheblich variieren.

Die aufgeführten Mittelwerte können daher nur zur ersten Orientierung dienen

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