Die Hakenwürmer (Uncinaria) gehören wie die
Spulwürmer zu den so genannten Rundwürmern. Ihre Entwicklung läuft
dementsprechend ähnlich ab. Die Larven schlüpfen jedoch bereits in der Außenwelt
aus den Eiern und warten, bis sie gefressen werden, oder sie dringen selbst
aktiv durch die Haut in den Körper des Hundes ein. Es folgt eine
Körperwanderung, wie sie bereits bei Spulwürmern (Toxocara) beschrieben wurde.
Auch die Hakenwürmer können in die Milchdrüse einer trächtigen Hündin
einwandern, sind jedoch nicht fähig, die Welpen bereits vorgeburtlich zu
befallen.
Die ausgereiften Stadien der Hakenwürmer befinden sich im Darm, beißen sich an
der Darmwand fest und saugen dort Blut. Bei starkem Befall kann dies, durch des
beachtlichen Blutverlustes zu Blutarmut, Abmagerung und schneller Ermüdung des
Hundes führen. Auch Durchfall, oftmals versetzt mit Blutfetzen kann auftreten.
Hakenwürmer werden 1-2 cm lang und besitzen eine große Mundöffnung mit zahnartigen Schneideplatten mit welcher sie sich im Darm festbeißen. Durch die entstandenen Wunden kann der Hund große Mengen Blut verlieren.
Zur Entwurmung werden die gleichen Präparate wie gegen Spulwürmer eingesetzt. Bei einer Bekämpfung der Spulwürmer werden die Hakenwürmer glücklicherweise ebenfalls erfasst, so dass hier kein spezielles, zusätzliches Entwurmungsmittel angewandt werden muss.