Vitamine
Der tägliche Bedarf der Vitamine hängt von vielen Faktoren ab wie z.B. Wachstum, Krankheit, Trächtigkeit, Säugeperiode,
Vitamin sind uns allen bekannt, es gibt viele unterschiedliche Vitamine, natürliche künstliche, manche kann der Körper selbst bilden, andere wiederum nur über die Nahrung aufnehmen. Es gibt fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Bei der richtigen Ernährung kann es zu keiner Unter- und auch zu keiner Überversorgung kommen.
Vitamin A Retinol (75-100 IE/kg Körpergewicht)
ist an der Synthese von Stoffen beteiligt, die als Gerüst- und Schleimstoffe zum Aufbau, zur Abdeckung und Abdichtung der Hautoberfläche benötigt werden, sowohl an der äußeren Haut als auch am den Schleimhäuten des Atmungs-, Verdauungs-, sowie Harn- und Geschlechtsapparates. Vitamin A ist darüber hinaus auch Bestandteil des Sehpurpurs und damit für das Sehvermögen von Bedeutung. Vitamin A kommt nur in Futtermitteln tierischer Herkunft, besonders in Leber, Eiern und Milch vor. Der Hund kann das in grünen Pflanzen und Möhren vorkommende ß-Karotin in Vitamin A umwandeln. Die Ausnutzungsrate ist variabel´. Im Mittel werden aus 1mg ß-Karotin etwa 500IE Vitamin A gebildet.
Der Vitamin-A-Bedarf des Hundes wird durch Alter (erhöht bei jungen und alten Tieren), Leistung sowie spezielle Belastungen wie Infektionen oder Parasitenbefall bestimmt.
Unterversorgung:
Ein Vitamin A Mangel steht weltweit an erster Stelle. Eine Unterversorgung begünstigt Infektionen, Haar- und Hautveränderungen, evtl. auch Seh- und Hörstörungen. Verhornung von Talgdrüsen, Atrophie Schleimdrüsen und Schleimhäute, Störung der Knochenbildung, der Fortbildung, in der Trächtigkeit kann es zu Fehlbildungen der Feten kommen.
Überversorgung:
Überhöhte Vitamin-A-Gaben können Gesundheitsstörungen wie geringe Gewichtszunahmen, Übererregbarkeit, Abbau von Knochensubstanz und Frakturneigungen verursachen. Langfristig sollten Hunde nicht mehr als das 10fache der Bedarfs aufnehmen. Risiken bestehen vor allem beim unkontrollierten Einsatz vitaminierter Mineralfutter oder von Vitaminpräparaten (besonders bei Injektionslösungen) sowie bei einseitiger Leberfütterung. Ebenfalls können Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, trockene Haut u. Schleimhäute, Haarausfall, (Übererregbarkeit = Reizbarkeit, Abbau von Knochensubstanzen = spontan Frakturen)
Vitamin D Calciferole ( 10 IE/kg Körpergewicht)
fördert die Kalciumabsorption im Darm sowie den Ein- und Ausbau von Calcium im Skelett. Vorkommen in tierischen Lebensmitteln wie z.B. Fischleberöl u. Fisch, geringe Mengen in Fleisch, Eigelb, Mild u. Milchprodukte.
Unterversorgung:
Für ausgewachsene Hunde ist es weniger wichtig wir für Jungtiere, bei denen ein Mangel zu Störungen im Knochenwachstum führt (Rachitis).
Überversorgung:
Eine Überversorgung mit Vitamin D, die bei unvorsichtiger Verwendung entsprechender Präparate einschließlich Lebertran leicht möglich ist. kann zu überhöhten Calcium- und Phosphorgehalten im Blut, Gefäßverkalkung, verstärktem Harnfluss und blutigen Durchfällen führen. Die Empfindlichkeit der Tiere ist vermutlich individuell und in Abhängigkeit vom gleichzeitigen Calcium-, Phosphor- und Magnesiumangebot variabel. Die Vitamin-D-Zufuhr sollte selbst bei therapeutischen Maßnahmen das 5fache des Normalbedarfs nicht überschreiten.
Vitamin E Tocopherole(1mg/ kg Körpergewicht)
(Tokopherole) ist an der Zellatmung, an Entgiftungsprozessen sowie der Infektionsabwehr beteiligt. In Futtermitteln ebenso wie im Organismus kann Vitamin E die Bildung von schädlichen Peroxiden verhindern. In dieser Funktion läßt es sich durch andere Antioxidantien ersetzen (siehe Tabelle Zusatzstoffe). Der Vitamin-E-Bedarf des Hundes schwankt insbesondere in Abhängigkeit von der gleichzeitigen Aufnahme an ungesättigten Fettsäuren. Pro Gramm ungesättigter Fettsäuren sollten mind. 0,6mg Vitamin E im Futter enthalten sein. Die Vitamin-E-Versorgung kann insbesondere über Getreidekörner, Getreidekeime, evtl. auch über Rückstände der Ölverarbeitung sowie Ergänzungspräparate gesichert werden.
Unterversorgung:
Futtermittel tierischer Herkunft, insbesondere Milchnachprodukte und fettarme Schlachtabfälle, enthalten im Allgemeinen wenig Vitamin E. Unter praktischen Verhältnissen sind typische Vitamin-E-Mangelzustände wie Störungen in der Skelett- und Herzmuskulatur bisher selten beobachtet worden – vermutlich, weil sie zum Teil nicht erkannt werden.
Überversorgung:
Gegenüber einer überhöhten Vitamin E Gabe ist der Hund relativ tolerant.
Wird vom Hund selbst im Darm (Darmflora) gebildet. Es ist für die Blutgerinnung notwendig
Vitamin K2 Menachinon (natürlich)
Menanchinone werden von Bakterien und Phylllochinonenvon höheren Pflanzen synthetisiert, so dass sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmittel vorkommen. Vor allem in Gemüse, weniger in Obst, Getreide, Milch u. Milchprodukte uns Fleisch.
Unterversorgung:
Ein Mangel verzögert die Blutgerinnung, in ausgeprägten Fällen treten schwere Blutungen in den Geweben auf. Spontane Vitamin-K-Mangelzustände wurden bisher bei keinem ausgewachsenen Hund beobachtet. Eine ungenügende Versorgung mit Vitamin K ist nach Vernichtung der Darmflora durch hohe Mengen Antibiotika und Sulfonamide oder auch bei Störungen des Gallenflusses möglich, außer nach Aufnahme bestimmter Rattengifte, die Vitamin K inaktivieren.
(Bei auftreten der Folgen von Vitamin K Mangel sofort zum Tierarzt)
Überversorgung:
Erbrechen, weites ist nicht bekannt.
Vitamin K3 (Menadion) (künstlicherzeugtes Vitamin)
Die Zugabe dieses künstlich erzeugte Vitamins ist in unsere Lebensmitteln verboten.
Es ist Krebserregend und zerstört die Roten Blutkörperchen. Leider geben es viele Futtermittelhersteller hinzu, um das Futter länger haltbar zu machen.
Der gesunde Hund benötigt kein Vitamin K und schon gar kein künstliches Krankmachendes Vitamin K3. Lest Hier weiter (Bitte klicken)
Vitamin K4 Menadiolester (künstlicherzeugtes Vitamin)
Bei Hunden wurde ein Vitamin B1-(Thiamin)-Mangel, der an die menschliche Beri-Beri erinnert, schon früh beschrieben. Heute weiß man, daß Vitamin B1 eine zentrale Rolle im Kohlenhydrat und Energiestoffwechsel spielt. Der Bedarf des Hundes hängt von der Stoffwechselaktivität sowie der Zusammensetzung des Futters ab. In den meisten Untersuchungen erwies sich eine tägliche Zufuhr von 20µg Vitamin B1/kg Körpergewicht – auch bei intensiver Bewegung oder hohem Stärkegehalt in der Futterportion – als ausreichend.
´Vitamin B1 kommt in fast allen tierischen und pflanzlichen Lebensmittel vor, besonders in Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Hefe, Kartoffeln, Sonnenblumenkerne, Schweinefleisch (aber niemals roh füttern), Innereien und Fisch, Mühlennachprodukte, sowie Magen-Darm-Inhalte von Pflanzenfressern.
Unterversorgung:
In der Praxis wurden dennoch wiederholte Erkrankungen (Freßunlust, Kotfressen, Sternguckerhaltung, Nachlähmungen, Krämpfe, verlangsamter Puls) durch eine Mangelernährung beobachtet. Neben einer einseitigen Verwendung Vitamin B1-armer Futtermittel (polierter Reis, Weißmehl, Süßwaren, fettreiche Futtermittel, siehe Tabelle, Vitamingehalt usw. in Futtermitteln) ist häufig die falsche Behandlung von Futtermitteln Ursache einer ungenügenden Versorgung. Durch Wässern bzw. Kochen und anschließendes Entfernen des Kochwassers geht Vitamin B1 in größeren Mengen verloren. Eine Zerstörung des Vitamins durch hohe Temperaturen ist nicht zu erwarten. Nach Aufnahme von ungekochten Süßwasserfisch sowie Heringen sind ebenfalls B1-Mangezustände möglich, da diese Fische Vitamin B1 inaktivierende Substanzen enthalten, die jedoch durch Kochen zerstört werden können.
Überversorgung:
Überhöhte Gaben werden rasch über Nieren und Darm ausgeschieden.
Also ist eine Überversorgung kaum möglich.
Vitamin B2 Riboflavin ( 0,05mg/kg Körpergewicht)
Ist Bestandteil von Enzymen im Atmungsstoffwechsel der Zelle. In den üblichen Futtermitteln liegen ausreichende Mengen an Vitamin B2 vor. Besonders reich an Vitamin B2 sind Milch, Milchprodukte, Fleisch, Eier, Vollkorngetreideerzeugnisse, Hefe, Leber, Lunge, Vormägen, ärmer dagegen Getreideflocken. Bei Verarbeitung der Futtermittel können – weniger durch Erhitzen, häufiger durch Entwässern – Verluste entsehen.
Unterversorgung:
Wurde bisher noch nicht diagnostiziert.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
aktiven Stoffe, die unter dem Namen Vitamin B6 zusammen gefaßt werden, sind für den Stoffwechsel der Aminosäuren und Eiweißen unentbehrlich. Die meisten Futtermittel weisen ausreichende Mengen an Vitamin B6 auf.
Unterversorgung:
Nicht zu erwarten.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Vitamin B12 Cobalamin (0,5µg/kg Körpergewicht)
Die Aufgaben von Vitamin B12, das in nahezu allen Körperzellen vorkommt, sind nur teilweise aufgeklärt.
Unterversorgung:
Mangelerscheinungen machen sich zunächst in Geweben mit rascher Zellteilung bemerkbar, z.B. in Knochenmarkszellen im Zusammenhang mit der Blutbildung. Spontane Mangelerscheinungen sind bisher nicht bekannt.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Pantothensäure (0,2mg/kg Körpergewicht)
ist im intermediären Stoffwechsel von zentraler Bedeutung. Eine ungenügende Versorgung des Hundes mit Pantothensäure ist unter praktischen Verhältnissen aufgrund der allgemein hohen Gehalte in Futtermittel kaum zu erwarten.
Unterversorgung:
Nicht zu erwarten.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Nikotinsäure (0,2mg/kg Körpergewicht)
ist an Redoxvorgängen in der Zelle beteiligt, insbesondere bei Wasserstoffübertragung. Der Bedarf hängt vom Ausmaß der Synthese im Darmkanal durch Bakterien, aber auch vom gleichzeitigen Angebot an Eiweiß, speziell von einer Aminosäure (Trytophan) ab, aus der Nikotinsäure gebildet werden kann. Bei Verwendung hochwertiger Eiweiße (z.B. Kasein) geht der Bedarf an Nikotinsäure nachhaltig zurück. Die notwendigen Gehalte werden bei den meisten Futtermitteln erreicht oder überschritten, insbesondere bei Fleisch, Schlachtabfällen, Hefe etc.. In Getreidekörnern und Getreidenachprodukten sowie Ölsaaten liegt die Nikotinsäure in gebundener, schwer verwertbarer Form vor, so daß sie, sofern keine spezielle Behandlung erfolgt, nur zu einem geringen Teil genutzt werden kann. Die in Futtermitteln tierischer Herkunft ebenso wie Hefen enthaltene Nikotinsäure kann dagegen nahezu vollständig verwertet werden.
Unterversorgung:
Aus der Praxis sind wiederholt Mangelerkrankungen bei einseitiger Verwendung von getreidereichen Futterportionen (vor allem Mais) ohne ausreichende Ergänzung durch tierische Produkte oder Vitamin Beifuttermittel beschrieben worden. Sie sind charakterisiert durch Freßunlust und entzündliche Veränderungen an der Haut, insbesondere an der Innenfläche der Oberlippen sowie der Rachen-, Zungen- und Darmschleimhaut. Wegen der auftretenden dunkelpurpurnen Zungenfarbe ist der Nikotinsäuremangel auch als >>black tongue<< bekannt.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Biotin (2µg/kg Körpergewicht)
Das Vitamin Biotin hat eine umfassende Bedeutung im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, aber auch Eiweißstoffwechsel: Es ist nötig zur Synthese von Kreatin, der wichtigsten Grundsubstanz von Haare, Krallen sowie der Hautepithelien. Die notwendigen Gehalte für Biotin sind Hefe, Leber, Melasse und Milch. Das im Getreide vorkommende Biotin ist jedoch nur zum Teil für den Hund nutzbar, so daß bei den Gehalten dieser Futtermittel Abstriche zu machen sind.
Unterversorgung:
Dennoch ist ein primärer Biotinmangel unter praktischen Verhältnissen, insbesondere auch aufgrund der Synthese durch Darmbakterien, nicht sehr wahrscheinlich. Berichte über eindeutig diagnostizierte Biotin-Mangelerkrankungen aus der Praxis fehlen bisher. Bei verschiedenen Hauterkrankungen wurde ein Biotinmangel vermutet; in Einzelfällen scheint durch Zulage dieses Vitamins eine Besserung erzielt worden zu sein.
Ein echter Biotinmangel ist jedoch bei Störungen der Darmflora möglich, z.B. nach langfristiger Verwendung von Sulfonamiden und Antibiotika oder nach Aufnahme größerer Mengen roher Eier, da im Eiklaar ein Stoff vorkommt, der das Biotin bindet. Durch Kochen, nicht aber durch Trocknen, kann dieser Stoff inaktiviert werden. Nach Fütterung von rohen Eiern in größeren Mengen können daher innerhalb von wenigen Tagen Biotin-Mangelzustände auftreten: glanzloses Fell, trockenes und sprödes Haar, Ergrauen der Haare, Haarausfall, vermehrte Schuppenbildung, schließlich auch Hautentzündungen mit Verschorfung, Schwartenbildung und erhöhter Juckreiz.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Folsäure (4µg/kg Körpergewicht)
ist vor allem bei der Übertragung von Methylgruppen im intermediären Stoffwechsel unentbehrlich. Wegen der Synthese im Darm besteht bei ausgewachsenen Hunden mit normaler Darmfunktion nur ein geringer Bedarf. Reich an Folsäure sind neben grünen Pflanzen vor allem Hefe und Leber.
Unterversorgung:
Eine Unterversorgung bei Folsäure ist unter praktischen Verhältnissen nicht bekannt.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Askorbinsäure (Vitamin C)
Wird für den Bindegewebsstoffwechsel, insbesondere die Kollagensynthese, benötigt. Im Gegensatz zum Menschen ist der Hund in der Lage Vitamin C in ausreichenden Mengen im Organismus, insbesondere in der Leber zu synthetisieren.
Daher ist eine Zufuhr über das Futter im allgemeinen nicht nötig.
Unterversorgung:
Bei einem Mangel sind neben Zahlfleischschwellungen und Blutungen, Ausfallerscheinungen am Skelett charakteristisch.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure 150 – 200mg/kg Körpergewicht)
Untersuchungen mit nahezu fettfreien Diäten, zeigten bereits vor 40 Jahren, dass im Fett Faktoren vorkomme, die für die normale Entwicklung für Haut und Haaren, unentbehrlich sind. Später wurde nachgewiesen, dass einige ungesättigte Fettsäuren (Linol- und Linolensäure) vom Organismus nicht selbst gebildet werden können, sondern mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Reich an Linol- und Linolensäure sind pflanzliche Öle sowie Öle der Kaltwasserfische.
Unterversorgung:
Die notwendigen Gehalte werden in fettarmen Futtermitteln oder Futterportionen (z.B. bei Kombination von Rinderschlachtabfällen mit Reis bzw. bei starker Zucker- oder Schokoladenfütterung) nicht erreicht, so dass Ausfälle möglich sind. Für einen Mangel, der nur bei lang andauernder Unterversorgung zu erwarten ist, sind raues, trockenes Haarkleid, Hautverdickungen, Haarausfall, verstärkte Ohrschmalzbildung, erhöhte Infektionsneigung der Haut und geringe Wundheilung charakteristisch.
Überversorgung:
Nicht bekannt.
Cholin (25mg/kg Körpergewicht)
Es ist eine vitaminähnliche Substanz di zum Vitamin-B-Komplex zählt. Es hilft Fett in der Leber abzubauen und es ist für die Bildung und Erhaltung der Zellstruktur wichtig.
Unterversorgung:
Tritt in seltenen Fällen auf. Folgen könnten sein: Fettleber, erhöhte alkalische Phosphatase, Hämoglobin.
Überversorgung:
Unstillbarer Durchfall nach 10 Tagen.
Folgende Zusatzstoffe dürfen in Futtermittel eingesetzt werden: